Eine Schwiegertochter, ein Prokurist, ein Vertriebsexperte, ein Mobbingopfer — und ein einziges Codewort.
Vier Menschen, die an jemandem fast zerbrochen sind, den sie nicht loswurden. Und eine kleine, stille Handlung, die bei allen vier dasselbe verändert hat. Sie kostet nichts, niemand hört sie — und sie beginnt nicht beim anderen, sondern bei dir.
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Knapp eine halbe Stunde Mentaltraining-Klartext: die Schwiegertochter, der Vertriebsexperte, der Prokurist und das Mobbingopfer — und das eine Codewort, das bei allen vier dasselbe verändert hat.
Nicht irgendwer im Vorbeigehen. Jemand, der bleibt — in der Familie, im Job, im Alltag. Du kommst ihm nicht aus, und mit jedem Mal wird der Ärger größer. Vielleicht ist einer dieser Sätze deiner.
Eine Teilnehmerin saß in Wolfgangs Seminar und sagte: „Bei meiner Schwiegermutter geht das nicht." Sie lebten im selben Haus — die Schwiegermutter unten, die Familie oben. 20 Jahre Streit. Die Kinder durften nicht auf den Rasen, ständig Reibung, fast täglich Zores.
Wolfgang gab ihr eine einzige, stille Aufgabe — eine kleine innere Handlung, jedes Mal, wenn sie an die Schwiegermutter dachte oder ihr begegnete. (Was genau, dazu gleich — es ist simpler, als du denkst.) Sie protestierte sofort: „Bei der? Niemals." Wolfgang: „Fang ruhig grantig an. Genau so darf es sein. Das reicht."
„Heute trinken wir gemeinsam Kaffee. Warum hat uns das vor 20 Jahren keiner gesagt?"
— die Teilnehmerin, beim Folgeseminar, unter Tränen
Sie weinte, als sie es erzählte. Nicht aus Trauer über die Schwiegermutter — sondern über die verlorene Zeit. 20 Jahre Zorn, die die ganze Familie mitgetragen hat, hätten anders laufen können. Das ist der Preis, den der Dauerkonflikt still kassiert: nicht nur deine Nerven, sondern Jahre.
Es fühlt sich gerecht an, auf die Veränderung des anderen zu warten. Aber es ist die Sackgasse, in der so viele jahrelang feststecken. Die Bewegung beginnt woanders.
Das Codewort lautet: segnen. Und genau hier steigen viele aus — zu kirchlich, zu fromm. Ein Trainerkollege sagte zu Wolfgang dasselbe: „Damit kann ich nichts anfangen." Wolfgang antwortete mit einem Bild, das hängen bleibt — und das Wort verliert sofort seinen Beigeschmack.
„Stell dir eine leere Schmuckschatulle vor. Was würdest du einem Menschen wünschen, den du absolut liebst? Freude, Glück, Gesundheit, ein schönes Leben. Wirf alles hinein, mach sie zu — und genau das steht auf dem Deckel: ein Segen."
— Wolfgang Reichl-Furthner
Mit Kirche hat das wenig zu tun. In seiner Ursprungsbedeutung heißt „segnen" schlicht: einem anderen das Beste vom Besten wünschen. Es ist die wohlwollendste Energie, die du einem Menschen schenken kannst — und das Verrückte ist: Du schenkst sie zuerst dir selbst.
Kein Trick, kein Schalter. Vier nüchterne Bewegungen — und die Bereitschaft, sie zu wiederholen, bis du es ehrlich meinst.
Du musst nicht heute schon liebevoll sein. Such dir die Zeile, die zu deiner Situation passt — und fang in der mittleren Spalte an. Die rechte kommt von selbst, wenn du dranbleibst.
| Wer dich fertigmacht | Der grantige Start 😤 | Wohin es sich entwickelt 🤝 |
|---|---|---|
| Schwiegermutter | „Ich segne dich, du Luder." | „Ich segne dich." → gemeinsamer Kaffee statt 20 Jahre Streit. |
| Der Chef | „Ich segne dich, auch wenn du mich mobbst." | „Ich segne dich." → du gehst ruhiger rein, der Druck verliert seine Macht. |
| Wichtiger Kunde | „Ich segne dich, du Vollkoffer." | „Ich segne dich." → aus dem Unmöglichsten wurde ein enger Freund. |
| Streitende im Team | „Ich segne euch alle, der Reihe nach." | Stille statt Tischhauen — bis beim Letzten Ruhe im Raum ist. |
| Der Nachbar | „Ich segne dich, du Streithammel." | „Ich segne dich." → der nächste Gruß ist plötzlich echt. |
| Ein Familienmitglied | „Ich segne dich, auch wenn's grad schwerfällt." | „Ich segne dich." → der alte Groll wird leiser. |
| Die Ex / sein Anhang | „Ich segne dich — zähneknirschend." | „Ich segne dich." → du gibst ihr keine Macht mehr über deinen Tag. |
| Du selbst | „Ich segne mich, obwohl ich mich oft ärgere." | „Ich segne mich." → du fängst den Tag nicht mehr im Groll an. |
Niemand hört dieses Wort. Es passiert ganz still in dir — und verändert trotzdem, was draußen passiert.
Die Idee ist schnell verstanden. Dranbleiben, bis es ehrlich wird, ist die eigentliche Arbeit. Genau dafür gibt es drei Wege, je nachdem, wie nah du rangehen willst.
30 Jahre Erwachsenenbildung. 20 Jahre Mentaltrainer. 350+ ausgebildete Diplom-Mentaltrainer:innen seit 2007. Keynote-Speaker, Inhaber des RE-agieren Instituts für Mentaltraining.
Das Segnen hat er bei seinem Lehrer Tepperwein entdeckt — und es entzaubert: nach innen gerichtete Arbeit plus die Wissenschaft dahinter, statt reiner Esoterik. „Glaub mir gar nichts. Tu es einfach, teste es, probier es aus dem tiefsten Inneren aus."
„Wenn du etwas ändern willst, musst du bei dir anfangen." Wenn du den Schritt nicht alleine gehen willst, schau dir die Mentaltrainer-Ausbildung an: der Weg, mit dem Wolfgang seit 2007 Menschen zeigt, wie sie selbst die schwersten Beziehungen wandeln.
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