Ob dein Leben gut läuft oder mies, ist deinem Gehirn egal.
Es fragt dich auch nicht, ob du gern glücklicher wärst. Es macht einfach weiter wie bisher — und nennt das deinen Alltag. Was ein Mentaltrainer macht: dir beibringen, wie du das änderst. Nicht durch Graben in der Vergangenheit, sondern durch eine neue Richtung.
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Es gibt Menschen, bei denen kein einzelnes großes Ding kaputt ist. Es läuft nur alles ein bisschen zäh. Wolfgang beschreibt es im Video mit Sätzen, die seine Klienten ihm so sagen. Vielleicht ist einer davon deiner.
Rund 18 Minuten, aufgenommen im Garten. Alles, was auf dieser Seite steht, kommt aus dieser Aufnahme — hier hörst du es im Original.
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Wolfgang hat sechs Jahre beim Arbeitsamt in Salzburg gearbeitet — in der Ausländerabteilung, zuständig für Bewilligungen. Bürokratie, Vorschriften, Konflikte. Er war der Jüngste dort und hat Gas gegeben. Als das Landesarbeitsamt jemanden brauchte, haben sie ihn gefragt. Warum? „Weil man gesehen hat, ich arbeite gerne, ich mache es gerne."
Und als es keinen Spaß mehr machte, war für ihn der nächste Schritt logisch: verändern. Über einen Kollegen kam der Kontakt zur Wüstenrot. „Ich habe mich aufgetackelt. So lange Haare habe ich damals gehabt, schrecklich." Sechs Jahre Zentrale, dann holten sie ihn in die Bausparkasse — als Trainer. So begann das, was er heute macht.
„Ich bin kein Jammerer. Jammern hat keinen Vorteil. Was für einen Vorteil hast du mit Jammern? Du hast keinen Vorteil mit Jammern."
— Wolfgang Reichl-Furthner
Waren alle Kollegen super? „Nein, aber ist ja egal. Es hat jeder seine Eigenheiten." Der Unterschied lag nie an den Umständen. Er lag daran, wohin er geschaut hat. Und genau das ist lernbar.
Der größte Unterschied zwischen dem, was viele unter Coaching verstehen, und dem, was Wolfgang macht: die Richtung, in die geschaut wird.
Wolfgangs eigene Formulierung dazu: „Wir reden nicht ewig über die Vergangenheit, weil mich die Vergangenheit weniger interessiert." Nicht, weil sie unwichtig wäre. Sondern weil sie vorbei ist — und weil Verstehen allein noch nichts verändert.
Bevor irgendetwas anders wird, muss klar sein, wie es überhaupt läuft. Wolfgang erklärt das mit vier Begriffen, die alle mit S anfangen. Sie bauen aufeinander auf.
Weil in diesem Feld viel behauptet wird, hier die ehrliche Trennung zwischen Forschung und Veranschaulichung.
Wenn du die vier S zusammensetzt, ergibt sich ein unangenehm klares Bild — und gleichzeitig der Ansatzpunkt.
„Dein Unterbewusstsein ist dein Autopilot — und deine großen Stapel definieren, wo dieser Autopilot die ganze Zeit versucht, mit dir hinzufahren."
Das Gehirn fragt dich dabei nicht um Erlaubnis. Es sagt sinngemäß: Haben wir uns angewöhnt, das ist unsere Vergangenheit, so machen wir weiter. „Ob du ein schlechtes Leben führst oder ein gutes Leben führst, ist dem Gehirn richtig egal." Es hat kein Interesse an deinem Glück. Es hat Interesse an Wiederholung.
Und genau da liegt der Hebel: Ein Navi fährt dorthin, was eingegeben ist. Änderst du das Ziel, fährt das ganze System woanders hin. Bei dir heißt das: andere Stapel → andere Wahrnehmung → anderer Alltag. Nicht über Nacht. Aber mit täglicher Übung.
Wolfgang nennt es Coaching by Walking Around: kein Sessel, kein Schreibtisch, sondern gehen — bei ihm in Aham, mitten in der Natur. „So wie wir im Sitzen manchmal sehr starr sind und oft nicht weiterkommen, ist es auf der anderen Seite so: Wenn man geht, dann kommt was in Bewegung."
Wenn du ein schweres Erlebnis mit dir trägst, ein Trauma, etwas, bei dem es dir wirklich schlecht geht — emotional und körperlich —, dann gehört das in fachliche Behandlung. Wolfgang sagt das im Video von sich aus, bevor er über sein eigenes Angebot spricht. Mentaltraining ist ein Training für gesunde Menschen; es ist keine Psychotherapie und ersetzt keine. Bei anhaltender Belastung ist der richtige Weg über Hausarzt, Psychotherapeut:in oder eine Beratungsstelle.
Wenn du bereits in Behandlung bist und dich fragst, ob Mentaltraining zusätzlich etwas bringt, hat Wolfgang das an anderer Stelle ausführlich beantwortet: re-agieren.at/26
Bevor es zu den Möglichkeiten geht, noch der Punkt, der Wolfgang im Video am deutlichsten aus der Reserve lockt.
„Da draußen laufen ganz viele Leute herum, die haben wahnsinnig viel Wissen, sind richtig schlau und gescheit — setzen es nicht um. Und das ist dann Pech."
— Wolfgang Reichl-Furthner
Seine Konsequenz daraus ist unbequem und befreiend zugleich: Bist du nicht der Schlaueste, dafür aber ein konsequenter Umsetzer, wirst du in diesem Leben weiter kommen als der große Wisser. Und das Schöne dabei — die Umsetzer werden mit der Zeit von selbst schlauer, weil das Umsetzen Spaß macht und Erfolge bringt. Dann greifen sie plötzlich freiwillig zu Büchern und Kursen.
Je nachdem, wie viel Nähe du willst und wie weit du von Aham entfernt bist. Alle drei führen zum selben Punkt: eine andere Richtung und Werkzeug, das du täglich benutzt.
Zwei Stunden, in denen wir deinen Standort bestimmen, die Richtung klären und dir Werkzeug mitgeben, das du danach täglich benutzt. Persönlich im Gehen — oder online, wenn der Weg zu weit ist.
Mentaltrainer und Inhaber des RE-agieren Instituts für Mentaltraining. Seit 2007 bildet er Mentaltrainer:innen aus — über 350 haben ihr Diplom bei ihm gemacht.
Sein Zugang ist unaufgeregt und praktisch: verstehen, wie der eigene Kopf arbeitet, und dann etwas in die Hand bekommen, das man täglich anwendet. Keine Ehrfurcht vor großen Wörtern, dafür ein Satz, der bei ihm immer wieder fällt: „Was bringt dir das?"
Autor von „Die 4S-Methode", „Aus Mücken keine Elefanten machen" und „13 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen".