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Ein Langzeit-Testimonial · Ronny Müller · AUFGEGANGEN #05

„Bringt Mentaltraining wirklich was?" Frag den Mann, der Menschen in die Box der Weltmeister bringt.

2018 saß Ronny Müller das erste Mal in Wolfgangs Seminar — ein Diplom-Ingenieur im Landesdienst, sicher angestellt und innerlich längst woanders. Heute hat er einen MotoGP-Permanentpass, fährt 18.000 Kilometer pro Saison durch Europa und nimmt Menschen mit dorthin, wo sonst niemand hinkommt. Kein Versprechen. Ein Werdegang.

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26 Minuten Gespräch unter Freunden · kein Skript, kein Werbeversprechen
Ronny Müller im Fahrerlager, in der Hand sein Kärtchen mit der Aufschrift Insider Tours by Ronny
Ronny Müller — Insider Tours, Gamlitz
18.000 km
pro Saison quer durch Europa — von Jerez bis Assen
95 %
seiner Gäste stehen zum ersten Mal im Fahrerlager
Seit 1996
im Motorsport — die Leidenschaft war nie das Problem
Schau es dir selbst an

Im Garten gefragt: „Bringt's was?"

Wolfgang setzt sich mit ehemaligen Teilnehmer:innen zusammen, statt Werbeversprechen zu machen. Ronny war ab 2018 da — fünf-, sechsmal. Was ist daraus geworden? Ein Gespräch, das 26 Minuten gedauert hat und sich wie zehn angefühlt hat. Ronnys erster Satz: „Let's start the party."

Das Gespräch in 4 Kernaussagen

  • 1.Auf die direkte Frage, ob ihm das Mentaltraining geholfen hat, sein Ziel zu erreichen: „Ja, ganz klar. Ganz klar. Ganz definitiv."
  • 2.Der Satz, der bei ihm alles ins Rollen brachte, ist ein Bild aus dem Seminar: „Bist du der pinke Elefant? Nein. Also warum bist du dann dein Gedanke?"
  • 3.Seine Leidenschaft ist nicht neu — Motorsport begleitet ihn seit 1996. Verändert hat sich nur, was er ihr zugetraut hat.
  • 4.Was er heute verkauft, fasst er in sechs Wörtern zusammen: „Man ist nicht dabei — man gehört dazu."
Vielleicht kennst du diese Sätze

„Schöne Geschichte. Aber ich kann da nicht raus."

Der häufigste Grund, etwas nicht zu ändern, ist selten Faulheit. Meistens ist es Vernunft — jedenfalls sieht sie so aus. Ronny hatte jeden dieser Sätze, und zwar jahrelang.

Der Vernunft-Satz
„Es ist ja nicht schlecht." — Nicht schlecht ist nicht dasselbe wie gut. Aber es reicht völlig aus, um Jahre zu bleiben.
Der Sicherheits-Satz
„So etwas kündigt man doch nicht." Wolfgang im Gespräch, trocken: „Da kannst du drin sterben."
Der Bescheidenheits-Satz
„Nach dem, was hinter mir liegt, bin ich froh, wenn es überhaupt läuft." Ein Bruch senkt den Anspruch — oft länger, als er müsste.
Der Hobby-Satz
„Das, was mich wirklich interessiert, ernährt keinen." Der Satz, der die meisten Leidenschaften dauerhaft im Feierabend hält.

Ronny beschreibt im Interview, wie ihn das Piepsen des Weckers noch Jahre später im Traum eingeholt hat. „Morgen muss ich doch wieder um acht im Büro sein." Er sagt aber auch, dass es gute Jahre gab. Beides stimmt gleichzeitig — und genau das macht das Bleiben so einfach.

Ronny Müller im Profil im Gegenlicht, im Fahrerlager
Ronny im Fahrerlager — dort, wo er heute arbeitet.
Wie es dazu kam

Ein Lehrling bei der Straßenmeisterei. Ein Diplom-Ingenieur. Und dazwischen ein Jahr, das alles anhielt.

Ronny Müller beginnt mit einer Lehre bei der Straßenmeisterei in der Südsteiermark. Er erzählt es im Interview beiläufig: „Ich bin wirklich im Winter mit einem Eimer voll Wasser gegangen und hab Straßenmarkierungspflöcke gewaschen." Danach studiert er, schließt als Diplom-Ingenieur ab und arbeitet im Landesdienst an Baustatik.

2011 verunglückt er schwer mit dem Auto. Was danach kam, beschreibt er nüchtern: 16 Tage Tiefschlaf, zwei Hirnblutungen, ein langer Weg zurück — begleitet von Ärzt:innen und Therapeut:innen. Schreiben, rechnen, essen: alles noch einmal.

„Es ist teilweise so, wie wenn ein Computer ins Wasser reingeschmissen wird — und der wird wieder neu aufgesetzt."
Ronny Müller im Interview

Er kommt zurück. In dieselbe Arbeit. Und stellt fest, dass das Zurückkommen nicht die ganze Frage war. Es folgen Jahre, in denen er bleibt, obwohl es nicht passt. 2018 schicken ihn zwei Freunde zu Wolfgang ins Seminar — sieben Jahre nach dem Unfall, aus einem ganz anderen Grund.

Die zwei Freunde sind übrigens keine Unbekannten: Karin Bergmann und Helmut Bolesch — Folge 01 und Folge 02 dieser Reihe. „Ronny, jetzt ist es soweit", haben sie gesagt. „Du darfst dich mal mit dir selbst befassen."

Der Kern des Gesprächs

Es war kein Zauberspruch. Es war ein pinker Elefant.

Wenn man Ronny fragt, was aus dem Seminar bei ihm hängen geblieben ist, kommt keine Methode und keine Technik. Es kommt ein Bild — und eine Frage, die daraus folgt.

„Bist du der pinke Elefant? Nein. Also warum bist du dann dein Gedanke?"
Ronny Müller — er nennt das eine der fundamentalsten Erkenntnisse für sich.

Wenn man an einen pinken Elefanten denkt, ist man deswegen keiner. Der Gedanke ist da — man ist er aber nicht. Ronny zieht daraus einen Schluss, den er bis heute benutzt: „Hey, ich bin nicht mein Gedanke. Und das, was mir eingespielt wird, das sind alte Erfahrungen aus der Vergangenheit."

Das klingt klein. Für jemanden, der jahrelang gedacht hat „so etwas kündigt man nicht" und „dafür bin ich nicht der Typ", ist es der Unterschied zwischen einem Urteil und einem Satz, den man auch mal überprüfen darf.

Wolfgang selbst wird an dieser Stelle im Gespräch ausgesprochen unpathetisch:

„Ich bin ja nicht der Zauberer als Mentaltrainer. Aber ich weck die Leute auf. Ich geh mit dir nicht den Weg — aber ich geb dir Möglichkeiten, dass du den Weg gehen kannst. Ich such dir nicht, was dein Weg ist."
Wolfgang Reichl-Furthner im Interview
Ronny Müller steht mit weit ausgebreiteten Armen auf der Rennstrecke
„Everything is possible." Hat er sich tätowieren lassen — und sagt die Bedingung immer dazu.
Was Ronny mitgenommen hat

Fünf Dinge, die er bis heute benutzt.

Nichts davon ist spektakulär. Alles davon ist Seminarinhalt — und Ronny erzählt es acht Jahre später, ohne nachdenken zu müssen.

01
Der Gedanke ist nicht der Mensch
Der pinke Elefant. „Ich bin nicht mein Gedanke." Ronny sagt, das sei zu Beginn schwer nachzuvollziehen gewesen — weil man es verstehen will, und genau das nicht geht.
02
Der Verstand kennt nur Bekanntes
„Der Verstand kann nichts anderes verstehen als das, was er kennt." Ronnys eigenes Beispiel: Als Lehrling hätte er sich nie vorstellen können, später komplexe statische Aufgaben zu lösen. Nicht, weil er es nicht konnte — sondern weil er es nicht denken konnte.
03
Das Vision Board
„Nicht immer nur vom Stammtisch her schwafeln, sondern visualisieren — in aller Ruhe, und vor Augen halten." Für Ronny der praktische Teil: aus einem vagen Wunsch etwas machen, das man tatsächlich anschauen kann.
04
Alles ist möglich
Wolfgangs Lieblingssatz im Seminar. Ronny hat ihn sich tätowieren lassen: everything is possible. Er ergänzt aber sofort die Bedingung: „wenn man sich mit sich selbst beschäftigt."
05
Aus dem Sog aussteigen
Über die Telefonate mit Wolfgang in den schwierigen Jahren: „Du hast mich aus dem Sog des Gedankenstroms rausgeholt." Wolfgang dazu im Gespräch: „Gratis-Coaching — das wissen viele nicht."
06
Und was daraus wurde
Die Leidenschaft war seit 1996 da. Neu war nur der Gedanke, dass sie ein Leben tragen darf. Ronny heute: „Ich möchte nicht mehr zurück ins alte Leben."
„
Und das ist schon was Besonderes:
Man ist nicht dabei — man gehört dazu.
Ronny Müller über das, was seine Gäste im Fahrerlager erleben
Was „Fahrerlager" konkret heißt

Der Unterschied zwischen einer Tribüne — und einem Arbeitsplatz.

Tribünenkarten kann jeder kaufen. Was Ronny hat, ist ein Permanentpass: Zutritt dorthin, wo die Teams arbeiten. Diese Bilder sind an ganz normalen Renn-Wochenenden entstanden.

Ronny Müller im Fahrerlager vor der Box des VR46-Teams
Vor der BoxIm Fahrerlager, direkt an der Teamgarage — dort, wo für Zuschauer normalerweise Schluss ist.
Ronny Müller im Fahrerlager, Begegnung an einem Renn-Wochenende
Begegnungen nebenbeiWer vier Tage lang im Fahrerlager unterwegs ist, trifft die Menschen, die dort arbeiten — beiläufig, nicht arrangiert.
Ronny Müller an der Boxengasse
An der TechnikBoxenführung, Technik, Hospitality — dieselbe, in der auch die Fahrer frühstücken.
Das gelbe Täschchen mit der Aufschrift Insider Tours by Ronny liegt auf dem Randstein der Rennstrecke
Auf dem RandsteinAus einer Idee ist eine Marke geworden — „Insider Tours by Ronny".

Die auf diesen Fotos abgebildeten weiteren Personen stehen in keiner Verbindung zu RE-agieren oder zu Insider Tours und geben keine Empfehlung ab. Es handelt sich um zufällige Begegnungen im Rahmen von Renn-Wochenenden. Bildrechte bzw. Verwendungsfreigabe: Ronny Müller.

Ronny Müller hält sein Kärtchen mit der Aufschrift Insider Tours by Ronny in die Kamera
Was aus Ronny geworden ist

Insider Tours — Reiseleitung, neu definiert.

Ronny Müller führt Menschen ins Fahrerlager der Motorrad-Weltmeisterschaft. Nicht auf Tribünenplätze, die man überall kaufen kann — sondern dorthin, wo die Teams arbeiten: in die Box, an die Technik, in dieselbe Hospitality, in der auch die Fahrer frühstücken.

Er hat dafür einen Permanentpass und ist eine ganze Saison lang unterwegs — Jerez, Le Mans, Assen, Brünn, Mugello. 95 Prozent seiner Gäste stehen zum ersten Mal dort.

„Am Abend kriegst du die Bilder von den Kunden mit ihren Lieblingsfahrern — nur strahlende Gesichter."

Neben MotoGP organisiert er auch andere Motorsport-Events und Premium-Reisen. Sein Sitz ist Gamlitz in der Südsteiermark.

insider-tours.at ansehen →
Ronny auf Instagram: @ronny___mueller
Insider Tours auf Instagram: @insider_tours
Transparenz: Wolfgang empfiehlt Ronny und sein Unternehmen im Interview aus eigenem Antrieb. Es handelt sich um eine unbezahlte Empfehlung — es besteht keine geschäftliche Beteiligung und es fließt keine Provision.
Ehrlich gefragt

Die naheliegenden Fragen — ehrlich beantwortet.

Bringt Mentaltraining wirklich etwas — oder ist das nur ein Motivations-Kick?
Ronny war 2018 das erste Mal im Seminar, insgesamt fünf- oder sechsmal. Auf die direkte Frage, ob ihm das geholfen hat, sein Ziel zu erreichen, antwortet er: „Ja, ganz klar. Ganz klar. Ganz definitiv." Zwischen dem Seminar und dem heutigen Unternehmen liegen mehrere Jahre Arbeit — eine Kündigung, eine Gründung, eine Saison mit 18.000 Kilometern. Das ist kein Kick, das ist ein Weg.
Hat das Mentaltraining Ronny nach seinem Unfall geholfen?
Nein — und das ist uns wichtig. Ronnys Unfall war 2011. Die Behandlung und die Rehabilitation danach lagen bei Ärzt:innen und Therapeut:innen; Ronny sagt das im Interview selbst so. Zum Mentaltraining kam er erst 2018, sieben Jahre später. Da war er körperlich längst zurück im Leben — und saß in einem Beruf, der ihm nicht mehr entsprach. Darum ging es im Seminar. Mentaltraining ist Training für gesunde Menschen und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Ich habe einen sicheren Job. Warum sollte ich daran rütteln?
Musst du nicht. Ronny sagt im Interview ausdrücklich, dass es auch schöne Jahre gab. Aber er beschreibt auch, wie ihn das Piepsen des Weckers noch Jahre später im Traum eingeholt hat. Es geht nicht darum, dass jede Sicherheit falsch wäre — es geht darum, den Unterschied zu merken zwischen „das passt" und „ich halte das aus". Wolfgang sagt dazu: „Vielleicht soll ich mein System mal neu andenken." Nicht sofort alles ändern. Erst einmal hinschauen.
Was genau war der Auslöser bei Ronny?
Ein Bild aus dem Seminar, das er bis heute erzählt: der pinke Elefant. „Bist du der pinke Elefant? Nein. Also warum bist du dann dein Gedanke?" Dazu kam das Vision Board — sich das, was man will, tatsächlich vor Augen halten, statt nur darüber zu reden. Beides sind Seminarinhalte, keine Geheimtechniken.
Ich habe keine große Leidenschaft, für die ich alles umwerfen könnte.
Ronny hatte auch keine neue. Er hatte seine seit 1996 — Motorsport. Die war die ganze Zeit da, sie galt nur als Hobby. Verändert hat sich nicht die Leidenschaft, sondern was er ihr zugetraut hat. Wolfgang dazu: „Ich geh mit dir nicht den Weg. Aber ich geb dir Möglichkeiten, dass du den Weg gehen kannst. Ich such dir nicht, was dein Weg ist."
Und wenn es mir gerade wirklich schlecht geht?
Dann ist ein Seminar nicht der erste Schritt. Wenn dich Grübeln, Erschöpfung oder eine seelische Belastung über längere Zeit begleiten, wende dich bitte zuerst an deine Hausärztin, deinen Hausarzt, an eine Psychotherapeutin oder eine Beratungsstelle. Mentaltraining ist Training für gesunde Menschen, die ihr Leben bewusster gestalten wollen — es ist keine Therapie und ersetzt keine Behandlung.
Wenn du es selbst ausprobieren willst

Drei Wege, es selbst zu erleben.

Ronny hat mit dem Seminar angefangen — und ist dabei geblieben. Fünf, sechs Mal. Das ist auch der Weg, den wir hier zuerst empfehlen.

Ronnys Weg
Der Einstieg
Mentaltraining Basismodul 1
€ 4982 Tage · Modul 1 der Ausbildung
Das Live-Erlebnis, in dem der pinke Elefant und das Vision Board vorkommen — genau das, wovon Ronny im Interview erzählt. Zwei Tage, live, in der Gruppe. Kein Vorwissen nötig.
Zu Basismodul 1 →
Wenn du tiefer willst
Mentaltrainer-Ausbildung — online
€ 1.998
Die vollständige Ausbildung zum Dipl. Mentaltrainer, in deinem Tempo von zu Hause. Mit Diplomarbeit und Abschluss. Für alle, die nicht nur für sich etwas mitnehmen, sondern damit arbeiten wollen.
Zur Ausbildung →
Dieselbe Ausbildung, live
Mentaltrainer-Ausbildung — live
€ 2.998Online-Ausbildung + Basismodul 1 + 2 · einzeln € 3.194
Alle Inhalte der Ausbildung, aber in Präsenz mit Wolfgang und der Gruppe. Für alle, die schneller lernen, wenn ein Raum, ein Trainer und andere Menschen dabei sind.
Format „live" wählen →
Wolfgang Reichl-Furthner lächelt und zeigt zur Seite

Wolfgang Reichl-Furthner — seit 20 Jahren Mentaltrainer.

Wolfgang führt das RE-agieren Institut für Mentaltraining in Österreich und bildet seit 2007 Mentaltrainer:innen aus — mittlerweile über 350 Diplom-Absolvent:innen.

Mit Ronny verbindet ihn mehr als das Seminar: Sie haben in den schwierigen Jahren oft telefoniert. Ronny nennt das im Interview beim Namen — Wolfgang habe ihn „aus dem Sog des Gedankenstroms rausgeholt". Wolfgang selbst nennt es trocken „Gratis-Coaching".

In der Reihe AUFGEGANGEN setzt er sich mit ehemaligen Teilnehmer:innen zusammen und stellt jedes Mal dieselbe Frage: Bringt's was? Ohne Skript, ohne abgesprochene Antworten.

350+ Diplom-Mentaltrainer:innen seit 2007 Online & Live Österreich

Vielleicht ist deine Sache längst da — und du hältst sie für ein Hobby.

Ronnys Leidenschaft war seit 1996 da. Verändert hat sich nur, was er ihr zugetraut hat. Basismodul 1 ist der Ort, an dem er angefangen hat.

Basismodul 1 ansehen →
350+ Diplom-Mentaltrainer:innen seit 2007 · Online & Live
AUFGEGANGEN

Noch ein Gespräch? Hier sind die anderen.

Jede Folge ist ein Mensch, der vor Jahren bei Wolfgang in der Mentaltraining-Ausbildung oder im Seminar war. Und jedes Mal dieselbe Frage: Hat das eigentlich etwas gebracht?

Alle Folgen der Reihe ansehen →