Gedanken zum Mitnehmen: Ein Interview über 20 Jahre Mentaltraining — und was davon wirklich bleibt. → Zum Interview

Ein Langzeit-Interview · Helmut Bolesch · AUFGEGANGEN #02

„Bringt Mentaltraining wirklich was?" Frag jemanden, der vor 20 Jahren im Seminar saß.

Helmut kam vor über 20 Jahren zum ersten Mal zu Wolfgang — eher unerwartet als geplant. Heute lebt er in Lissabon, segelt übers Meer und sagt über das, was damals begann: „Das arbeitet sehr lang — das arbeitet bis heute noch." Kein Versprechen. Ein Beleg über 20 Jahre.

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Videolänge ~25 Minuten · ehrliches Gespräch, kein Werbeversprechen
Helmut Bolesch heute — vor einer Azulejo-Kachelwand in Lissabon
Helmut Bolesch, heute — zu Hause in Lissabon
20+ Jahre
seit dem ersten Seminar — und es wirkt bis heute
Lissabon
ausgewandert, weitergezogen — die Welt größer gemacht
Mit dem Wind
nicht gegen die Wellen kämpfen — ihre Kraft nutzen
Schau es dir selbst an

20 Jahre später — ehrlich gefragt, ehrlich geantwortet.

Wolfgang setzt sich mit ehemaligen Teilnehmer:innen zusammen, statt Werbeversprechen zu machen. Helmut war vor über 20 Jahren zum ersten Mal da. Was ist geblieben? Ein ruhiges Gespräch unter Freunden — ohne Skript, ohne Hochglanz.

Das Gespräch in 4 Kernaussagen

  • 1.Ein Fotografenkollege — „der Rabe" — brachte Helmut und seine Frau eher unerwartet zu Wolfgangs Seminar nach Kapfenberg. „Freiwillig schon — aber unerwartet."
  • 2.„Das arbeitet sehr lang, das arbeitet bis heute noch." Keine 180-Grad-Wende, sondern „Spiralen und Loopings — und jedes Mal geht es besser."
  • 3.Segeln als Lebensschule: nicht gegen den Wind ankämpfen, sondern mit ihm arbeiten. „Allein der Blick auf etwas verändert schon die Welt."
  • 4.„Positiv Denken ist eigentlich positiv Sehen." Wer das Schöne als Voraussetzung annimmt, lebt in einer schönen Welt — und trifft „nur nette Menschen".
Vielleicht kennst du diesen Zweifel

„Klingt schön. Aber hält das überhaupt an?"

Die berechtigtste Frage überhaupt. Jeder kennt die Motivations-Strohfeuer, die drei Wochen halten. Genau deshalb dieses Format: nicht das Versprechen zählt, sondern was nach 20 Jahren noch da ist.

Der Skeptiker
„Nach solchen Seminaren bist du zwei Wochen euphorisch — und dann ist alles wie vorher."
Der Ungeduldige
„Ich will die große Wende. Am besten sofort — 180 Grad, einmal umdrehen, fertig."
Der Kämpfer
„Ich beiß mich durch. Mit der Brechstange, gegen jeden Widerstand — anders geht es nicht."
Der Alltagsmüde
„Hektik, Stress, keine Pause. Für Veränderung fehlt mir schlicht die Kraft."
Der Bodenständige
„Zu abgehoben. Kalendersprüche und schöne Worte — das bringt mir im echten Leben nichts."
Die ehrliche Antwort
„Frag nicht mich. Frag jemanden, der vor 20 Jahren da war." Genau das passiert in diesem Video.
Helmut Bolesch am Atlantik-Felsstrand im Abendlicht
Wie alles begann

Ein Kollege, ein Impuls — und eine Fahrt nach Kapfenberg.

Helmut war Fotograf. Bei der Meisterprüfung lernte er seine spätere Frau kennen — und einen Kollegen, der „die Welt größer gemacht hat", nach dem Motto: „Du bist selbst verantwortlich für deine Welt." Der Spitzname dieses Kollegen: der Rabe. Einer, der permanent über den Tellerrand schaute — „der hat gewohnt außerhalb vom Tellerrand".

Der Rabe schlug ein Seminar vor. „Und dann sind wir nach Kapfenberg gefahren." Dort saß Helmut zum ersten Mal Wolfgang gegenüber. „Was er vorher erzählt hat, hast du dann strukturiert, präsentiert — und wir haben es angefangen zu spüren." Nicht freiwillig im Sinne von geplant. „Freiwillig schon — aber unerwartet."

„Zuerst ein bisschen ruhiger, dann ein bisschen mehr, dann gerät es in Vergessenheit, dann kommt es wieder auf. Das arbeitet sehr lang — das arbeitet bis heute noch."

— Helmut Bolesch, über sein erstes Seminar

Es blieb nicht bei diesem einen Mal. Über die Jahre kamen weitere Wendungen dazu. „Ich hab in diesem Leben schon viele Leben gelebt" — und mit Wolfgang hat sicher eines davon begonnen.

Der Kern des Ganzen

Nicht gegen den Wind. Mit ihm.

Helmuts Bild aus dem Gespräch: Ein Hochsee-Segler, der allein über den Atlantik fährt, versteht in einem Interview manche Frage fast nicht — weil er nicht gegen die Wellen und den Wind kämpft. „Er arbeitet mit ihnen, er nutzt diese Stärke." Genau da beginnt Mentaltraining: nicht das Außen bekämpfen, sondern den eigenen Blick darauf verändern.

Helmut Bolesch an Bord unter vollen Segeln auf dem Meer
„Allein der Blick auf etwas verändert ja schon die Welt."
Der Weg, in dem so viele feststecken
„Ich kämpfe mich durch."
  • Gegen den Wind anrennen — mit der Brechstange
  • Auf- und abspringen, obwohl sich nichts ändert
  • Das Problem als Problem sehen — und größer machen
  • Sich ausgeliefert fühlen statt teilzunehmen
Der Weg, den Helmut gegangen ist
„Ich arbeite mit dem, was da ist."
  • Die Kraft von Wind und Welle nutzen — auch gegen den Wind kreuzen
  • Ein Zwischenziel setzen, die nächste Bucht ansteuern
  • „Ist das ein Problem — oder eine Chance, die mich unterstützt?"
  • Eintauchen: die Welt sein lassen und daran teilnehmen
Was in 20 Jahren geblieben ist

Sechs Dinge, die Helmut bis heute lebt.

Keine Techniken zum Abhaken — sondern Haltungen, die über zwei Jahrzehnte gewachsen sind. Das ist es, was Mentaltraining meint, wenn es wirkt: nicht das eine Aha, sondern der fruchtbare Boden, auf dem alles Weitere wächst.

ERKENNTNIS 1
Nachhaltig statt Strohfeuer
„Das arbeitet sehr lang — das arbeitet bis heute noch." Kein Wochenend-Kick, der verpufft. Manches versteht man erst Jahre später wirklich — und lebt es dann.
ERKENNTNIS 2
Mit dem Wind, nicht dagegen
„Er arbeitet mit den Wellen, er nutzt diese Stärke." Nicht gegen den Widerstand anrennen. Man kommt auch gegen den Wind voran — durch Kreuzen, nicht durch Brechstange.
ERKENNTNIS 3
Positiv sehen statt positiv denken
„Wenn du das Schöne als Voraussetzung annimmst, lebst du in einer schönen Welt." Der Blick ist die Wahl. „Ich treffe nur nette Menschen."
ERKENNTNIS 4
Der Dominoeffekt der Kleinigkeiten
„Ein Lächeln ins Gesicht zaubern — die ganze Welt ändert sich in dem Moment." Ein Gruß, ein paar Worte. Kleine Dinge bringen unglaublich viel in Bewegung.
ERKENNTNIS 5
Vergeben löst die eigenen Fesseln
„In Wirklichkeit verzeiht man es sich selbst." Zusammenräumen, was noch offen ist. Man löst die eigenen Fesseln — und es geht einem selbst besser.
ERKENNTNIS 6
In Fülle leben
„Wahrnehmen, in was für einer Fülle wir leben, jeden Augenblick." Was für uns ein Problem ist, ist für manch anderen der erwünschte Idealzustand.
Ein Satz aus dem Gespräch, der bleibt

„Positiv Denken ist eigentlich positiv Sehen."

Das ist der stille Kern von allem: Nicht die Umstände bestimmen, ob die Welt schön ist — der Blick tut es.

„Man könnte sagen, das Wetter ist herrlich, man könnte sagen, das Wetter ist schrecklich. Ändern kann ich es nicht — aber ich kann trotzdem glücklich darüber sein oder betrübt. Mit Menschen ist es genauso."

— Helmut Bolesch

Wolfgangs Ergänzung aus demselben Gespräch: „Wenn du bei den Menschen das Gute hervorlockst, dann wirst du das Gute entdecken." Resonanz — man wird selbst zu dem, worauf man schaut.

Nachdenkliches Profil-Porträt von Helmut Bolesch im Seitenlicht
Helmut Bolesch entspannt an Deck seines Segelboots, die Arme weit geöffnet
Was aus Helmut geworden ist

Ein Leben, das aufgegangen ist.

Heute lebt Helmut in Lissabon — „ein offenes Land, ein herzliches Land". Er segelt übers Meer, zieht weiter, wenn es ihn zieht, und nimmt bewusst wahr, in welcher Fülle er lebt. Kein lautes Vorher-Nachher. Ein Mensch, an dem man sieht, dass etwas gewachsen ist.

Den Weg ging er nicht allein: Auch seine Frau war damals im selben Seminar — beide haben sich über zwei Jahrzehnte in dieselbe Richtung entwickelt.

„Wahrnehmen und sagen: wow, schön — die Welt ist voller Wunder."
Auch ihre Geschichte gibt es als Interview — re-agieren.at/iv01 →
Was du dich jetzt vielleicht fragst

Die ehrlichen Fragen — ehrlich beantwortet.

Bringt Mentaltraining wirklich was — oder ist das ein Strohfeuer?
Genau deshalb dieses Interview. Helmut war vor über 20 Jahren zum ersten Mal da — nicht vor 20 Wochen. „Das arbeitet sehr lang, das arbeitet bis heute noch." Kein Aha-Moment, der nach drei Wochen verpufft, sondern etwas, das über Jahrzehnte weiterwirkt. Ein Strohfeuer hält keine 20 Jahre.
Muss ich mit einer großen 180-Grad-Wende rechnen?
Nicht unbedingt. Helmut beschreibt es anders: „Das sind eher Spiralen und Loopings, viele Wendungen. Und jedes Mal geht es besser." Es geht nicht um den einen dramatischen Umsturz, sondern um viele kleine Kurskorrekturen — wie beim Segeln, wo man das Ziel oft im Kreuzen erreicht, nicht auf gerader Linie.
Was heißt „nachhaltig" hier konkret?
Wolfgang sagt es klar: „Für ein Seminar, das nur nett ist, hab ich keine Zeit." Nachhaltig heißt: Das Gehörte arbeitet weiter, auch wenn es zwischendurch in Vergessenheit gerät und später wiederkommt. Manches versteht man erst nach Jahren wirklich — und lebt es dann.
Alleine kommen oder mit dem Partner?
Beides geht. Helmut ging den Weg gemeinsam mit seiner Frau — und beide haben sich über die Jahre in dieselbe Richtung entwickelt. Wenn beide sich auf den Weg machen, trägt die Veränderung die Beziehung mit, statt sie auseinanderzuziehen.
Und wenn ich gerade mitten in einer Krise stecke?
Dieses Gespräch zeigt, wohin ein Weg über Jahre führen kann. Wenn sich dein Leben aber gerade schwer anfühlt — Grübeln, Erschöpfung, Überforderung, das Gefühl, die Orientierung verloren zu haben —, muss der erste Schritt kein Seminar sein. Sanfter und sofort beginnt die 90-Tage-Transformation: 3×30 Tage, jeden Tag ein kurzer Impuls, der dich an die Hand nimmt. Ein kostenloses Webinar zeigt dir vorab, wie das funktioniert.
Hinweis zur Einordnung
Diese Seite beschreibt Mentaltraining — Training für gesunde Menschen, die ihr Leben bewusster gestalten wollen. Es ist keine Therapie und ersetzt kein ärztliches oder psychotherapeutisches Gespräch. Wenn dich etwas über längere Zeit seelisch nicht loslässt, sprich bitte zuerst mit Hausarzt, Psychotherapeut:in oder einer Beratungsstelle.
Ein Wort, falls gerade viel auf dir lastet

Und wenn deine Welt gerade kippt?

Helmut erzählt von 20 Jahren — von einem Weg, der Zeit hatte zu wachsen. Vielleicht sitzt du aber gerade an einem anderen Punkt: Du hast die Orientierung verloren, weißt nicht, wo es langgeht, und spürst, dass du jemanden brauchst, der dich jetzt ein Stück an die Hand nimmt.

Dann ist der erste Schritt nicht das Seminar — sondern die 90-Tage-Transformation: 3×30 Tage, jeden Morgen ein kurzer Impuls von Wolfgang, der dich Schritt für Schritt aus Grübelschleifen, Stress und Überforderung führt. Sanft, alltagstauglich, an der Hand. (Wolfgangs Herzensthema aus dem Gespräch — „13 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen" — ist als Bonus Teil dieses Weges.)

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Wenn dich das Interview neugierig gemacht hat

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Helmuts Weg begann mit einem einzigen Seminar — und wurde zu 20 Jahren. Je nachdem, wie nah du rangehen willst, gibt es drei Türen. Dieselben, durch die er damals gegangen ist.

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Wolfgang Reichl-Furthner — Mentaltrainer
Wer das Gespräch führt

Wolfgang Reichl-Furthner — seit 20 Jahren Mentaltrainer.

30 Jahre Erwachsenenbildung. 20 Jahre Mentaltrainer. 350+ ausgebildete Diplom-Mentaltrainer:innen seit 2007. Keynote-Speaker, Inhaber des RE-agieren Instituts für Mentaltraining.

Statt Werbeversprechen setzt er sich mit ehemaligen Teilnehmer:innen zusammen. „Für ein Seminar, das nur nett ist, hab ich keine Zeit." Der Same ist bei allen gleich — aber wie er aufgeht, entscheidet der fruchtbare Boden. Bei Helmut ist über 20 Jahre etwas Ruhiges, Tiefes daraus gewachsen.

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Jede Folge ist ein Mensch, der vor Jahren bei Wolfgang in der Mentaltraining-Ausbildung oder im Seminar war. Und jedes Mal dieselbe Frage: Hat das eigentlich etwas gebracht?

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