2016 hat Barbara Treben mit dem Online-Mentaltraining angefangen. 52 Wochen, jeden Dienstag ein neues Thema. Heute lebt sie in einem anderen Bundesland, arbeitet in ihrer eigenen Praxis und sagt Sätze wie „jeder Tag ist ein Geschenk“. Dazwischen liegen zehn Jahre — und ziemlich viel eigene Arbeit.
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Wolfgang sucht sich für diese Reihe Menschen, die vor langer Zeit bei ihm im Seminar waren, und stellt ihnen die unbequemste Frage, die es gibt: Hat das eigentlich etwas gebracht? Barbara antwortet in der ersten Minute — und braucht danach zwanzig, um zu erklären, warum. Das ganze Gespräch dauert knapp 24 Minuten.
Barbara war nicht am Boden, als sie angefangen hat. Sie sagt es selbst: „Ich war jetzt nicht total unglücklich.“ Und genau deshalb ist ihre Geschichte für die meisten Menschen anschlussfähiger als jede Absturz-Erzählung.
2016 waren Onlinekurse kein Standard, sondern eine Kuriosität. Barbara hat trotzdem angefangen — und hat sich für die Variante entschieden, die langsamer war: 52 Wochen, jede Woche ein Thema, freigeschaltet immer dienstags.
Sie hat die Woche darauf mit dem Thema gearbeitet, mit den Checklisten, schriftlich. Dann kam der Satz, den man auch heute noch von Teilnehmer:innen hört: „Irgendwann gönne ich mir ein Live-Seminar bei dir.“ Aus dem einen Wochenende wurde die komplette Ausbildung.
Wolfgang hatte damals auch die Variante im Angebot, in der man alles auf einmal freigeschaltet bekommt. Sein Urteil dazu im Gespräch ist eindeutig: Die Leute wollen dann alles gleich reinschießen — und danach ist Ruhe.
Der Unterschied zwischen Barbara und den meisten, die einen Kurs kaufen, ist nicht das Talent und nicht die Zeit. Es ist eine Kleinigkeit, die sie beiläufig erwähnt: Sie macht die Morgenroutine heute noch. Dankbarkeit, Erfolgstagebuch, und an schlechten Tagen abends noch einmal draufschauen, wie es beim nächsten Mal besser geht.
Kein Konzept-Vokabular, keine Modelle. Das sind Sätze, wie sie im Gespräch gefallen sind — von Barbara und von Wolfgang.
Barbara hat lange in einem Büro gearbeitet. Ihre Beschreibung davon ist kurz: „so ein stupider Bürojob“ — nicht, weil die Arbeit nichts wert war, sondern weil sie für sie nicht mehr gestimmt hat.
Heute hat sie eine eigene Praxis. Ihr Konzept heißt „Reset to You“. Sie arbeitet mit Cranio-Sacral, mit Bachblüten und mit Mentaltraining, und sie hat eine Ausbildung als Trainerin für Stress- und Burnoutprävention.
Warum „Reset“? Wolfgang hat im Gespräch nachgehakt, weil das Wort auch Angst machen kann — wer auf Reset drückt, verliert ja etwas. Sein Gegenbild: Wer den Computer neu aufsetzt, ist danach froh. Die Altlasten sind weg, die Programme, die man seit Jahren nicht mehr gebraucht hat, auch. Und das Ding läuft wieder.
Aufnahmen von Barbara Treben bei der Arbeit: David Hacker, 4653 Eberstalzell.
Sie hat nicht mit dem größten Schritt angefangen. Sie hat mit dem kleinsten angefangen und ist drangeblieben. Diese drei Wege gibt es heute noch — und man kann sie in genau dieser Reihenfolge gehen.
Mentaltrainer, Inhaber des RE-agieren Instituts für Mentaltraining. Seit 2007 bildet er Mentaltrainer:innen aus — über 350 haben inzwischen ihr Diplom.
Er beschreibt sich selbst als früheren Skeptiker: „Ich war so ein Skeptiker, unglaublich, schrecklich.“ Und er erzählt in diesem Gespräch auch von seinem eigenen Burnout — davon, dass er geschaut hat, dass für alle anderen alles passt, und sich selbst dabei aus dem Blick verloren hat.
Die Reihe AUFGEGANGEN ist der Versuch, die eigene Arbeit ehrlich zu prüfen: Er setzt sich mit Menschen zusammen, die vor Jahren bei ihm waren, und fragt sie, was davon übrig ist.
Barbara hat 2016 mit dem Kleinsten angefangen, was möglich war — und ist drangeblieben. Wenn du wissen willst, was in diesem Programm drinsteht: Das ist der Weg, den sie gegangen ist.
Die Mentaltrainer-Ausbildung ansehen →Jede Folge ist ein Mensch, der vor Jahren bei Wolfgang in der Mentaltraining-Ausbildung oder im Seminar war. Und jedes Mal dieselbe Frage: Hat das eigentlich etwas gebracht?